Lieber Börsianer,

in dieser Woche haben die Tech-Investoren nahezu weltweit Kasse gemacht und Gewinne in Sicherheit gebracht. Zuvor hatte der US-Präsident Donald Trump eine saftige Erhöhung der Sonderzölle auf chinesische Importe in die USA in Aussicht gestellt. Heute hat der mächtige Mann aus dem Weißen Haus seinen Worten auch Taten folgen lassen und die Zölle von 10 auf 25 % angehoben. Unter dem Strich sind nun Importe im Wert von 200 Milliarden US-Dollar betroffen.  

Gleichwohl sind die Verhandlungskanäle zwischen Peking und Washington offen. Der US-Handelsbeauftragte Robert Lighthizer spricht aktuell mit dem chinesischen Top-Verhandler Liu He. Natürlich kann ich nicht ausschließen, dass uns dieses Thema noch einige Tage oder vielleicht sogar Wochen verfolgt. Ein Kursturbo für die Börsen wird das sicherlich nicht. Trotzdem gehe ich weiterhin davon aus, dass es am Ende nicht zu einem offenen Handelskrieg zwischen den beiden Großmächten kommen wird.  

Am Ende sackte der Nasdaq 100 auf Wochensicht um über 3 % ab. Von einer Trendwende für Tech-Investments kann freilich keine Rede sein. Schließlich legte der US-Index seit seinem Dezember-Tief zeitweise über 30 % zu. Ein kleiner Rücksetzer ist jetzt nur vernünftig und gibt Ihnen die Gelegenheit, Ihr persönliches Tech-Depot zu vernünftigen Kursen weiter abzurunden.  

Zu diesem Zweck habe ich eigens für Sie nochmals einige Kauflimits überarbeitet bzw. konkretisiert, damit Sie nicht zu teuer kaufen und am besten gleich vom ersten Tag an von meinen Empfehlungen profitieren. Zur Information: Alle aktualisierten Kauflimits finden Sie immer auf einen Blick in der Ansicht des Trenddepots jeweils am Ende des Wochenupdates. 

 

Intel-Prognose belastet Kurs der AMD-Aktie

Diesen Effekt kennen Sie sicherlich. Wenn der eine Chip-Hersteller seine Prognose senkt, schließen die Investoren (vorschnell) gleich auf andere Unternehmen der Branche und verkaufen auch diese. Börsianer sprechen in diesem Fall dann auch von Sippenhaft. Genauso ist es in dieser Woche der AMD-Aktie ergangen.  

Intel hatte sich eher pessimistisch geäußert und erwartet nun, dass man in den kommenden 3 Jahren beim Umsatz nur noch prozentual einstellig wachsen wird. Außerdem spürt man den Atem ausgerechnet des Konkurrenten AMD im Nacken und arbeitet zurzeit fieberhaft an einem neuen super-miniaturisierten Chip (7-Nanometer-Chip). AMD verfügt ja längst über diesen Mini-Chip der neuesten Generation. Intel muss sich nun richtig strecken, um diesen Rückstand aufzuholen. Das wird natürlich teuer. 

Bereits im letzten Wochenupdate (3. Mai) hatte ich ausführlich berichtet, dass AMD derzeit möglicherweise der technologisch führende Chip-Designer ist. Besonders innovativ ist man derzeit im Bereich komplexer Software-Anwendungen, wie sie Amazon oder etwa Tesla benötigen. Deshalb hat auch AMD gezielt das Massengeschäft (PC und Desktop-Rechner) teilweise geräumt. Am Markt halten sich hartnäckig Gerüchte, dass der US-Chipentwickler im Juli 2019 den ersten hyper-intelligenten Chip der neuen ANN-Generation auf den Markt bringen wird. 

Der Einführungstermin für diesen Chip ist der 7.7. Diese Doppel-Sieben ist dabei kein Zufall, sondern verrät uns, dass es sich hierbei um den eingangs erwähnten 7-Nanometer-Chip handeln wird.   Ich bin wirklich sehr gespannt, wie dieser neue Chip beschaffen sein wird. In jedem Fall empfehle ich die Aktie unverändert zum Kauf. Ein geeignetes Kauflimit entnehmen Sie bitte der Depotansicht.

Alibaba stößt Tencent vom Thron und wird zur wertvollsten Marke Chinas 

Ein starkes Zeichen: Alibaba wurde exakt vor zwei Tagen zur wertvollsten chinesischen Marke. Insgesamt soll die Alibaba-Marke mittlerweile über 140 Milliarden US-Dollar wert sein, wie der britische Werbe- und Markenentwickler WPP Group errechnet hat.  

Die neue Liste der 100 bekanntesten Marken, die WPP jährlich neu aufstellt, ist mir noch nicht im Detail bekannt. Dennoch gehe ich davon aus, dass Alibaba inzwischen nach einigen US-Marken wie Google, Apple oder Amazon weltweit in diesem Markenranking zur Nr. 5 aufgerückt ist. Auf dem Heimatmarkt hat man nun den bisherigen Platzhirsch Tencent vom Thron gestoßen. Es dürfte wohl keinen erwachsenen Chinesen mehr geben, der dieses E-Commerce-Unternehmen nicht kennt.  

Ein kleiner Exkurs: Die Investoren, die seit 2010 konsequent auf die 100 bekanntesten Marken bzw. deren Aktien gesetzt haben, haben eine Kursrendite von 211 % erzielt. Wenn Sie als Investor nun Markenbekanntheit noch mit Technologie und Innovation verknüpfen, wie ich es im Rendite Telegramm praktiziere, hätten Sie in diesem Zeitraum einen noch höheren Gewinn erzielt.   Es gibt keine zwei Meinungen: Die Alibaba-Aktie ist ein Kauf. Geben Sie allerdings zurzeit nicht mehr als 155 Euro pro Aktie (Kauflimit) aus! Wie eingangs angedeutet schwächelt der Aktienmarkt im Moment. Von dieser vorübergehenden Schwäche profitieren Sie optimal, wenn Sie den Aktienkurs noch etwas „auf sich zukommen lassen“. Vergleichen Sie hierzu bitte auch den folgenden Chart!

Chartkommentar: Kurzfristig dürfte die Aktie in den Bereich 150 bis 155 Euro zurücklaufen. Hier finden wir dann ein recht breite Unterstützungszone (grünes Band), in der der China-Titel wieder nach oben abdrehen wird.  

Ein neuer Trend: Wir investieren jetzt im Weltall 

Wussten Sie eigentlich, dass gegenwärtig wahrscheinlich mehr als 4.000 Satelliten im Weltall kreisen? Diese Fragen sind berechtigt: Wer baut diese Fluggeräte eigentlich? Und noch wichtiger: Wer schützt diese millionen-teuren Satelliten, wer stellt sicher, dass die Daten sicher gesendet werden können? Hier ist in den letzten Jahrzehnten für einige spezialisierte Technologie-Unternehmen ein wirklich lukrativer Markt entstanden. Trotzdem sind die meisten Investoren noch nicht investiert.  

Ich ändere das jetzt und erkläre Ihnen in der nächsten Ausgabe des Rendite Telegramm, wie dieser Trendmarkt funktioniert und vor allem wie Sie davon als Anleger profitieren. Zur Information: Die brandaktuelle Ausgabe des Rendite Telegramm schicke ich Ihnen am Freitag, den 17. Mai vorab per E-Mail zu. Die Druckausgabe werden Sie voraussichtlich nur einen Tag später in Ihrem Briefkasten finden.  

Mit Börsianer-Grüßen und besten Wünschen für Ihr Wochenende

Alexander von Parseval