Lieber Börsianer,

der Mann ist und bleibt ein Phänomen. Erst wütet Donald Trump auf dem diplomatischen Parkett und bedroht selbst benachbarte und befreundete Staaten wie Kanada oder Mexiko mit Handelssanktionen. Auf dem G20-Gipfel im japanischen Osaka machte er hingegen den Kuschelbär. Angela Merkel bezeichnete er als seine Freundin, und mit Waldimir Putin scherzte er vor laufender Kamera. Wichtiger für uns als Anleger war allerdings sein Zusammentreffen mit dem chinesischen Staatschef Xi Jinping.

Tatsächlich vereinbarten beide Seiten eine Art Waffenstillstand im sino-amerikanischen Handelskrieg. Der US-Präsident wird nun zunächst auf die Verhängung weiterer Sonderzölle auf chinesische Importe verzichten. Gleichzeitig lockerte Trump die Sanktionen gegen den chinesischen Telekomausrüster und Smartphone-Hersteller Huawei. Kurzum: Die diplomatischen Kanäle zwischen Peking und Washington sind nun wieder offen. Investoren hoffen jetzt auf eine weitere Annäherung zwischen den beiden Supermächten.

Diese Perspektive sorgte am internationalen Aktienmarkt für eine veritable Zwischenrallye. Der Dow Jones markierte in Folge ein neues Rekordhoch. Der für die Strategie des RENDITE TELEGRAMM relevante NASDAQ-100-Index rückte auf Wochensicht über 3 % vor, während der DAX knapp 3 % zulegte.

Vor diesem Hintergrund entwickelte sich das Trenddepot ebenfalls sehr günstig. Dabei überzeugten besonders Facebook und Deutsche Post, deren Aktien beide rund 5 % zulegten. Unter dem Strich konnten sich alle Depotpositionen im Vergleich zur Vorwoche verbessern. Lesen Sie jetzt die wichtigen Nachrichten aus den Unternehmen des Trenddepots.

Facebook: Instagram wird zum Umsatztreiber

2012 hatte Facebook den Fotodienst Instagram für rund 1 Milliarde US-Dollar übernommen. Ziemlich viel Geld für ein Unternehmen, dass damals ganze 13 Mitarbeiter beschäftigte. Die Investition hat sich mittlerweile ausgezahlt. Inzwischen ist Instagram der führende Soziale Dienst für junge Internet-Nutzer und wird für werbetreibenden Unternehmen immer attraktiver.

Nun öffnet der Facebook-Gründer Mark Zuckerberg auf Instagram die sogenannte Explore-Funktion für Werbung. Warum ist das wichtig? Diese Suchfunktion ist vor allem für Nutzer von Bedeutung, die auf der Plattform nach neuen Inhalten suchen. Genau solche Nutzer gelten als besonders empfänglich für Werbung. Facebook wird diese Werbeplätze also künftig besonders teuer verkaufen können.

Marketing-Experten erwarten, dass Instagram in den kommenden Monaten und vielleicht sogar Jahren für 70 % des Umsatzwachstums im Facebook-Konzern stehen wird. Damit gleicht das US-Unternehmen die relative Wachstumsschwäche der Stammplattform Facebook mehr als aus.

Es ist schon eine reife unternehmerische Leistung, wie Mark Zuckerberg regelmäßig neue Geldkanäle im Facebook-Portfolio erschließt. Die erwähnte Schwäche der Facebook-Plattform ist deshalb am Markt schon länger kein Thema mehr. Wir bleiben weiterhin investiert (Halten).

Deutsche Post profitiert von Entspannung im Handelskrieg

Naheliegenderweise mögen Logistik-Unternehmen keine Sonderzölle, Handelssanktionen und ähnliche Hemmnisse für den internationalen Warenhandel. Als sich nun auf dem G20-Gipfel eine Entspannung zwischen Washington und Peking abzeichnete, war die Post-Aktie folglich sofort gefragt und gehörte in dieser Woche zu den Top-Performern des DAX. Zur Information: Die Post-Tochter DHL wickelt als globaler Marktführer einen großen Teil des Welthandels ab. Besonders wichtig für die Post ist dabei der US-Markt. Hier ist man nach FedEx – gemessen am ausgelieferten Volumen – die Nummer 2 im Markt.

Unterdessen wurde bekannt, dass die Post noch in diesem Jahr 500 Packstationen vor Filialen des Lebensmittel-Discounters Lidl installieren wird. Der Sinn dieser Maßnahme ist offensichtlich: Hier kann der Kunde im Rahmen seines Einkaufs gleich ganz bequem eine Paketsendung mitnehmen.

Die Post wiederum erspart sich die sogenannte letzte Meile, also die Auslieferung der Sendung bis vor die Tür jedes einzelnen Empfängers. Dadurch wird der Logistiker Kosten und auch CO2-Emissionen einsparen. Vor dem Hintergrund der anziehenden CO2-Preise im Zertifikatehandel gewinnt dieser Aspekt zunehmend an Bedeutung. Damit macht das Unternehmen weitere Fortschritte auf dem Weg zum führenden grünen Logistiker.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Post-Aktie, sofern Sie bislang noch nicht investiert sind. Kaufen Sie billigst, also ohne Limit, entweder über Xetra oder Tradegate.weiter reifen.

Zertifikat auf Künstliche Intelligenz jetzt wieder ein Kauf

Zum Start entwickelte sich das Vontobel-Strategiezertifikat Künstliche Intelligenz zunächst nicht nach Plan. Inzwischen hat hier der Wind gedreht. In dieser Woche legten alle Schwergewichte dieses Indexzertifikates erheblich zu. Besonders die Aktie der ServiceNow überzeugte dabei mit einem Zuwachs von über 6 %. Das US-Unternehmen ist marktführend im Segment der cloud-gestützten Unternehmenssoftware. Ferner legten die Aktien des niederländischen Chip-Designers ASML und die Anteilsscheine der deutschen SAP erfreulich zu.

Ich empfehle das Vontobel-Zertifikat nun wieder zum Kauf. Nutzen Sie jetzt das günstige Momentum im Segment der Tech- und KI-Aktien und fassen Sie hier zu, sofern Sie bislang den Wachstumsmarkt KI noch nicht besetzt haben.

Mit Börsianer-Grüßen und besten Wünschen für Ihr Wochenende

Alexander von Parseval