Lieber Börsianer,

das RENDITE TELEGRAMM trifft ganz offensichtlich den Nerv der Zeit. Gegenwärtig melden sich jeden Tag neue Börsianer für diesen Börsendienst an. Natürlich fragen Sie sich als Neuleser, womit denn anfangen, welche Aktie soll ich denn nun kaufen?

Die Antwort auf diese Fragen finden Sie regelmäßig in den Wochenausgaben und der monatlichen RTG-Hauptausgabe. Werfen Sie dazu einfach einen Blick in die Depotansicht. Hier habe ich in der zweiten Spalte von links jede einzelne Depotposition mit einem Buchstaben versehen.

Positionen, die gegenwärtig ein Kauf sind, habe ich entsprechend mit K für Kaufen gekennzeichnet. Ist die Aktie derzeit kein Kauf, etwa weil der Titel kurzfristig bereits stark gestiegen ist, kennzeichne ich die Position mit H für Halten.

Wichtig für Sie: Sämtliche Positionen des Trenddepots beobachte und analysiere ich laufend. Ich reagiere sofort, sobald sich bei einer Aktie die Nachrichtenlage eintrübt und nehme dann eine Abstufung vor. Umgekehrt funktioniert es genauso: Glänzt ein Unternehmen etwa mit unerwartet starken Quartalszahlen, stufe ich sofort herauf, damit Sie von der günstigen Entwicklung zeitnah profitieren.

Diese Depotpositionen stufe ich derzeit mit K also als Kauf ein: Deutsche Post, Fresenius, ISRA Vision (bis 39 Euro kaufen) sowie das Vontobel-Zertifikat Künstliche Intelligenz. Für die Neustarter unter Ihnen ist dabei die letztgenannte Position, das Vontobel-Zertifkat, besonders reizvoll. Hier investieren Sie in die 20 besten Unternehmen des Segments Künstliche Intelligenz. Dazu zählen klangvolle Namen wie etwa SAP, Microsoft, Amazon aber auch die US-Investmentbank Blackrock. Denn bekanntlich zählt der Bankensektor zu den großen Profiteuren künstlich intelligenter Anwendungen.

Die Macher dieses Zertifikats haben sich bei der Konzipierung dieses Vehikels einige Gedanken gemacht. Man setzt bewusst nicht nur auf Software-Unternehmen, die man üblicherweise mit Künstlicher Intelligenz in Verbindung bringt, sondern eben auch auf die Unternehmen, deren Geschäftsmodelle von den Anwendungen besonders stark profitieren. Da haben meine Kollegen der Schweizer Vontobel-Bank gute Arbeit geleistet.

Die Tech-Freaks reißen sich um die neuen AMD-Chips

Früher standen die technik-begeisterten Kunden Schlange für das brandneue iPhone von Apple. Mittlerweile reißt man sich um die neuen Chips von AMD. Angeblich soll der neue Ryzen-3000-Prozessor in vielen lokalen Elektronikmärkten und Kaufhäusern bereits weitgehend ausverkauft sein. Deshalb startet AMD jetzt über die eigene Webseite den Direktvertrieb der begehrten Bauteile.

Auch in den einschlägigen Tech-Informationsdiensten sind die Redakteure voll des Lobes für die neuen Chip-Serien aus dem Haus der AMD. Damit bestätigt sich einmal mehr, was sich bereits vor einigen Wochen im RENDITE TELEGRAMM konstatiert habe: AMD hat den Konkurrenten Intel sowohl beim Preis wie auch bei der Rechenleistung eindeutig abgehängt. Dieser Wettbewerbsvorteil ist in der schnelllebigen Chip-Branche natürlich nicht in Stein gemeißelt. Dennoch: Im aktuellen Chip-Zyklus, der noch bis Dezember läuft, ist Intel chancenlos.

Die Nachricht von den Lieferengpässen für AMD-Chips haben die Aktie nochmals getrieben. Auf Wochensicht verbesserte sich die Chip-Aktie um fast 8 %. Genießen Sie die Kursrally und bleiben Sie zunächst investiert (Halten).

Fresenius: Analyst empfiehlt Aktie zum Kauf und sieht Kursziel bei 65 Euro

In dieser Woche konnte die Fresenius-Aktie sich nicht von den schwachen Vorgaben des DAX absetzen. Unter dem Strich steht derzeit ein Minus von rund 1,2 % zu Buche. Dennoch ist die Analystenzunft mehrheitlich von der Aktie des Medizintechnikers überzeugt. Derzeit empfehlen 10 Analysten den Kauf der Aktie, während 8 eine Halten-Empfehlung aussprechen. Niemand empfiehlt den Verkauf der Aktie.

Gestern hat ein Analyst aus dem Haus Warburg Research seine Kaufempfehlung für Fresenius erneuert. Er erklärte, dass die Dialyse-Tochter FMC von der geplanten Ausweitung der Heimdialyse in den USA in besonderem Maße profitieren wird. Zur Info: FMC (Fresenius Medical Care) ist hier Marktführer für Dialyse-Therapien. Auf Sicht von 12 Monaten sieht der Warburg-Mann ein Kursziel von 65 Euro. Dies entspricht einem Kurspotenzial von 41 %.

Unterdessen wurde bekannt, dass Fresenius an der Entwicklung eines sogenannten digitalen Wartezimmers arbeitet. Darunter verstehen Mediziner z.B. ein video-gestütztes Beratungsgespräch, bei dem der Patient zunächst nicht die Arztpraxis aufsucht. Branchenexperten sehen für diese neue Form der Ferndiagnose allein für Deutschland ein zweistelliges Milliardenpotenzial. Mehr dazu lesen in der kommenden Hauptausgabe, die ich Ihnen vorab per Mail am kommenden Freitag (19. Juli) zuleiten werde.

Ich schließe mich der Empfehlung meines Kollegen von Warburg Research an und empfehle die Fresenius-Aktie weiterhin uneingeschränkt zum Kauf. Fassen Sie über Xetra oder Tradegate einfach billigst zu. Ein Kauflimit ist nicht erforderlich.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Post-Aktie, sofern Sie bislang noch nicht investiert sind. Kaufen Sie billigst, also ohne Limit, entweder über Xetra oder Tradegate.weiter reifen.

Trump wenig begeisert von neuer Facebook-Währung

US-Präsident Donald Trump hat sein Urteil bereits gesprochen: „Ich bin kein Fan von Bitcoin und Kryptowährungen.“ Trump zielte damit unmittelbar auf das neue Facebook-Projekt Libra. Wie ich bereits berichtet habe, plant Facebook-Gründer Mark Zuckerberg einen eigenen Bezahldienst, der auf einer weltweit akzeptierten Kryptowährung basieren soll.

Auch Jerome Powell, der Präsident der US-Notenbank Fed, äußerte sich zuletzt kritisch zu Libra und empfahl Facebook, seine Pläne vorerst auf Eis zu legen. Zur Stunde beschäftigt sich eine eigens für diesen Vorgang eingerichtete Arbeitsgruppe des US-Kongress mit der neuen Kryptowährung.

Dennoch gehe ich nicht davon aus, dass die US-Behörden die Einführung der neuen Kryptowährung untersagen werden. Klar ist allerdings, dass Facebook sich nächstens um eine volle Banklizenz bemühen muss. Damit würde die Überwachung der Libra-Währung durch die US-Notenbank sichergestellt werden.

Diese Auflage wird den Start der neuen Weltwährung sicherlich um einige Wochen oder möglicherweise sogar Monate verschieben. Die Beantragung einer Banklizenz ist mittlerweile mit erheblichem bürokratischem Aufwand verbunden. Ein Konzern wie Facebook ist dieser Aufgabe allerdings gewachsen. Hilfreich ist zudem, dass dem Libra-Konsortium diverse Finanzdienstleister wie Mastercard oder Visa angehören.

Die Verzögerung dieses wichtigen Projektes ist für das US-Unternehmen wie auch seine Aktionäre ärgerlich. Dennoch empfehle ich Ihnen, unverändert an der Facebook-Aktie festzuhalten.

Mit Börsianer-Grüßen und besten Wünschen für Ihr Wochenende

Alexander von Parseval

PS: In der bevorstehenden Hauptausgabe erkläre ich Ihnen, welche Unternehmen ab jetzt von der neuen 5G-Technologie profitieren. Außerdem erfahren Sie, auf welche chinesische Internet-Aktie ich ab jetzt setze. Da müssen Sie einfach dabei sein!