Lieber Börsianer,

wer hätte das gedacht? Alle Zahlen zeigen: In Deutschland und auch Österreich entwickelt sich endlich eine vernünftige Aktienkultur. Immer mehr Sparer verstehen, dass sie auch in den kommenden Jahren am Zinsmarkt auf keinen grünen Zweig kommen werden. So steht auch die neue Präsidentin der Europäischen Zentralbank, Christine Lagarde, für eine Politik des billigen Geldes, also zu Deutsch für Nullzinsen.

Auch im RENDITE TELEGRAMM spüre ich das wachsende Interesse der Sparer an der Aktienanlage. Immer mehr Sparer möchten sich einmal als Börsianer erproben und möchten Erfahrungen an der Börse sammeln. Deshalb plane ich derzeit ein großes Programm eigens für die Börsenneulinge im RENDITE TELEGRAMM.

Ich werde Ihnen erklären, wie Sie für sich und Ihr Kapital eine geeignete Depotbank finden werden, damit Sie auch alle Empfehlungen des RENDITE TELEGRAMM optimal umsetzen können. Daneben werde ich eigens ein Programm entwickeln, damit Sie auch mit kleinem Geld sofort von den Vorzügen der Aktienanlage profitieren werden. Denn viele Börsenneulinge starten vernünftigerweise zunächst mit geringem Kapitaleinsatz. Hier werde ich eigens für Sie als Börsenneuling eine Strategie entwickeln, mit der Sie gleich breit am Markt investieren, ohne zu hohe Risiken einzugehen.

Kommen wir zum Markt! Unter dem Strich haben wir eine recht ruhige Börsenwoche erlebt. Die wichtigen Aktien-Barometer wie der DAX oder NASDAQ 100 kamen leicht voran. Im Trenddepot habe ich wie angekündigt zwei Umschichtungen vorgenommen. So habe ich die Alibaba-Aktie mit einem Gewinn von 24 % ausgebucht.

An ihre Stelle ist Baidu getreten, die ich zu etwas über 100 Euro in das Depot eingebucht habe. Unsere neue China-Aktie ist vernünftig gestartet und notiert derweil rund 3,5 % im Plus.

Daneben überzeugten einmal mehr die Positionen Isra Vision und AMD. Beide Aktien kamen deutlich über 5 % voran und zogen das Trenddepot auf Wochensicht klar ins Plus. Schwach zeigte sich leider die Aktie der Fresenius, die als einzige Trendposition leicht einbüßte.

Beachten Sie bitte, dass ich die Fresenius-Aktie kurzfristig von Kaufen auf Halten herabstufe. Sobald die Aktie wieder Dynamik zeigt, werde ich sie wieder zum Kauf empfehlen.

Facebook meldet trotz Milliardenstrafe beste Quartalszahlen

Unterdessen hat Facebook Geschäftszahlen für das abgelaufene Quartal vorgelegt. Danach steigerte der Internet-Riese den Umsatz um satte 28 % auf 16,9 Milliarden US-Dollar. Dabei erwirtschaftete Facebook einen Quartalsgewinn von 2,6 Milliarden US-Dollar oder 0,91 US-Dollar je Aktie.

Belastend wirkte hierbei eine Rekordstrafe der Federal Trade Commission in Höhe von 5 Milliarden US-Dollar. Davon verbuchte das US-Unternehmen 2 Milliarden US-Dollar im abgelaufenen Quartal. Ohne diesen Einmaleffekt hätte man einen Gewinn in Höhe von 1,99 US-Dollar je Aktie erzielt. Damit hat Facebook die Erwartungen der Analysten (1,88 US-Dollar pro Aktie) klar übertroffen. Wirklich eine starke Leistung der Unternehmensführung!

Gleichwohl will ich nicht unterschlagen, dass dem Unternehmen gegenwärtig starker Gegenwind aus der Politik entgegenweht. So reiben sich die Währungshüter sowohl in den USA als auch in der EU an dem neuen Währungsprojekt Libra. In den Augen der Notenbanker soll ein Privatunternehmen keine eigene Währung schaffen. Diese Aufgabe soll – so die konservative Meinung – den Staaten vorbehalten bleiben.

Gleichzeitig mobilisiert – wie zuvor schon angedeutet – die Federal Trade Commission (FTC) gegen Facebook. Die FTC fungiert in den USA einerseits als Kartellbehörde und andererseits auch als eine Art Verbraucherschutzbehörde. Zunächst ermittelte die FTC gegen Facebook aufgrund diverser Verstöße gegen die geltenden Datenschutzbestimmungen der USA. Nun hat die US-Behörde auch formelle Untersuchungen bezüglich der Dominanz des Internet-Unternehmens eingeleitet. Hier steht der Verdacht im Raum, dass Facebook vor allem den Online-Werbemarkt inzwischen quasi nach Belieben beherrscht und jeden echten Wettbewerb verhindert.

Ich nehme die Arbeit der FTC sehr ernst und beobachte die Vorgänge rund um Facebook und in zweiter Linie auch rund um Amazon und Alphabet sehr genau. Gleichwohl sehe ich zunächst für uns noch keine Notwendigkeit, den Highflyer Facebook zu verkaufen. Zumal die aktuellen Quartalszahlen klar bewiesen haben, dieses Unternehmen ist eine Wachstumsmaschine.

Verlauf der Facebook Aktie
Wie Sie hier sicherlich sofort erkennen, befindet sich die Facebook-Aktie in einem intakten Aufwärtstrend. Auch aus diesem Grund rate ich Ihnen, an dieser US-Aktie zunächst unverändert fest zu halten. Sollte sich das Umfeld für Facebook nachhaltig eintrüben, werden Sie es im RENDITE TELEGRAMM sofort erfahren.

Mit Börsianer-Grüßen und besten Wünschen für Ihr Wochenende

Unterschrift von Alexander von Parseval
Alexander von Parseval