Lieber Börsianer,

heute Morgen wurde bekannt, dass sich US-Präsident Trump sowie seine Frau Melania mit dem Coronavirus infiziert haben. Beide befinden sich bereits im Weißen Haus in Quarantäne. Damit ist Trump fürs Erste aus dem Wahlkampf „genommen“. Unklar ist zudem, ob das für den 15. Oktober angesetzte 2. TV-Duell mit seinem Kontrahenten Biden nun überhaupt stattfinden kann.

Nach Bekanntwerden dieser Nachricht drehten die wichtigen US-Aktienindizes wie der NASDAQ 100 sowie der S&P 500 prompt ins negative Terrain. Gleichwohl präsentierten sich die internationalen Aktienmärkte auf Wochensicht in starker Verfassung. So rückt der NASDAQ 100 bislang um knapp 4 % vor, während der DAX rund 1,5 % zulegt.

Kurzfristig bringt die Infektion des US-Präsidenten neue Unsicherheit in den Markt. Generell erwarte ich, dass wir in den nächsten Wochen weitere Schwankungen in beide Richtungen sehen werden, zumal auch der Brexit vor der Türe steht. Insgesamt ist die politische Entwicklung sowohl in den USA als auch in Europa gegenwärtig etwas undurchsichtig.

Dennoch rechne ich nicht damit, dass sich die politische Unsicherheit langfristig negativ auf den Aktienmarkt auswirken wird. Was auch immer in Washington geschehen wird, spätestens im Dezember haben wir Klarheit. Das wird dem Aktienmarkt helfen.


Verisk greift mit neuem Risikomodell in chinesischen Markt aus

Die Verisk-Tochter AIR Worldwide hat ein neues Risikomodell für den chinesischen Agrarmarkt entwickelt. Potenzieller Abnehmer dieser Dienstleistung sind Versicherer, die im dortigen Markt sog. Multi-Peril Crop-Versicherungen anbieten. Diese, zu Deutsch, Ernteausfallversicherungen decken typische Gefahren wie ungünstige Wetterbedingungen, Feuer, Insektenbefall oder etwa Erdbeben ab. Ernteausfall tangiert in China regelmäßig auch in besonderem Maß die Fleischindustrie, da das Land zu den größten Produzenten etwa von Geflügel, Schweinen, Enten oder etwa Schafen zählt. Die Züchter sind auf die heimische Futtergetreide-Produktion angewiesen.

Die Expansion der Verisk in den attraktiven chinesischen Markt feuerte den Kurs der Aktie zuletzt spürbar an, sodass das von mir genannte Kauflimit von 174 USD bislang noch nicht erreicht wurde. Ergo befindet sich die Aktie, die ich in der letzten Hauptausgabe zum Kauf empfohlen habe, noch nicht im Trenddepot.

Ich erhöhe nun das Kauflimit von 174 auf 183 USD bzw. umgerechnet 156,20 Euro. Eine erneute Anhebung des Kauflimits plane ich nicht. Sollte die Aktie zu diesem Limit nicht ins Depot gehen, werde ich mich anderweitig orientieren. Im gegenwärtigen Marktumfeld habe ich konkrete Preisvorstellungen.


Encavis-Aktie geht erneut steil – Holen Sie sich jetzt Ihre Gewinne ab!

In dieser Woche rückte die Aktie des Öko-Stromerzeugers über 14 % vor und markierte damit ein ganz frisches Allzeithoch. Die Hintergründe der Kursrally sind nicht völlig klar. Einige Analysten führten das erste TV-Duell zwischen Donald Trump und seinem Herausforderer Joe Biden als Erklärung ins Feld. Danach hätte der Demokrat einen klaren Punktsieg gelandet und seine Chancen auf die Präsidentschaft nochmals verbessert.

Joe Biden hat für den Fall seines Wahlsiegs eine umfassende energiepolitische Wende angekündigt, die den Erzeugern von Strom aus regenerativen Energien natürlich sehr in die Karten spielte. Trotzdem halte ich diese Erklärung für etwas bemüht, schließlich agiert Encavis ausschließlich in Europa und würde von einem Wahlsieg des Demokraten nicht einmal indirekt profitieren. Offenbar spekulieren einige Marktteilnehmer darauf, dass Encavis bei entsprechendem Wahlausgang einen Markteintritt in den USA in die Wege leiten wird.

Insgesamt hat die Aktie in rund 13 Monaten – seit Aufnahme ins Trenddepot – eine mächtige Performance von rund 118 % geschafft. Ich rate Ihnen, nehmen Sie diesen schönen Gewinn jetzt einmal mit und belohnen Sie sich! Bin ich von dem Unternehmen nun nicht mehr überzeugt? Nein, das wäre übertrieben. Ich lege allerdings im RENDITE TELEGRAMM großen Wert auf ein straffes und übersichtliches Depot, das nicht mehr als ungefähr 10 Positionen umfassen soll. Dadurch stelle ich sicher, dass jeder unter Ihnen meine Empfehlungen bzw. die Strategie des RENDITE TELEGRAMM auch in der Praxis nachhandeln kann.

Ich werde daher nun die Aktie der Encavis veräußern. Verkaufen Sie als Leser des RENDITE TELEGRAMM die Aktie ohne Limit (bestens) über den Handelsplatz Xetra! Leser der Premium-Chancen beachten bitte meine Handlungsempfehlung im dortigen Börsendienst.


DIC Asset baut Fremdportfolio massiv aus – Aktie bleibt klarer Kauf

Das Immobilienunternehmen DIC Asset AG hat das für institutionelle Kunden betreute Fremdportfolio erneut ausgebaut. Zum Einem erwarb man für 122 Millionen Euro einen Teil des Objektes „LOOK 21“, das sich in der Stuttgarter Innenstadt befindet (Heilbronner Straße). Die Gewerbeimmobilie mit einer Fläche von 11.200 Quadratmetern ist vollständig an einen Mieter vermietet. Die Restlaufzeit des Vertrags liegt bei 12 Jahren. Daneben schlug DIC in Köln-Ossendorf zu, wo man für einen Investor aus Aachen (Nordrhein-Westfalen) ein Objekt im Wert von 38 Millionen Euro erwarb. Dieses Objekt ist derzeit nur zu 60 % vermietet und muss also noch abschließend entwickelt werden.

DIC Asset AG verdient im Fremdportfolio nicht an der eigentlichen Vermietung des Objektes, sondern lediglich an der Betreuung und Verwaltung des Objektes. Diese Fremdverwaltung ist zwar nicht so margenstark wie das Eigengeschäft. Allerdings trägt man hier nur ein geringes wirtschaftliches Risiko, da etwa ein denkbarer Mietausfall zu Lasten des Kunden geht. Deshalb ist dieses Verwaltungsgeschäft bei den Immobilien-Unternehmen recht beliebt.

Inklusive der aktuellen Transaktionen hat DIC Asset im laufenden Jahr Fremdgeschäft im Volumen von 293 Millionen Euro getätigt. Nach Unternehmensangaben plant man noch im vierten Quartal weitere Zukäufe von mindestens 200 Millionen Euro.

Trotz der gegenwärtig positiven Nachrichtenlage für das Unternehmen schwächelt die DIC-Aktie derzeit. So setzte der Immo-Titel in den vergangenen 4 Wochen rund 8 % zurück. Man spürt schon, dass die Investoren dem europäischen Immobilienmarkt gegenwärtig noch mit Zurückhaltung begegnen, da man aller Orten – oftmals zu Unrecht – massive Mietausfälle befürchtet. Ich gehe nicht davon aus, dass sich diese Skepsis gleich in den nächsten Wochen auflösen wird.

Gleichwohl halte ich an meiner Kaufempfehlung für die Aktie fest, gerade jetzt nachdem sie sich im Kurs nochmals ermäßigt hat. Hier erwerben Sie jetzt einen starken Substanztitel, an dem Sie langfristig noch viel Freude haben werden.



Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für Ihr Wochenende


Alexander von Parseval