Lieber Börsianer,

wenig inspiriert präsentierten sich in dieser Woche die internationalen Aktienmärkte, nachdem positive Impulse weitgehend ausgeblieben sind. So legte Brüssel zwar den Streit um den EU-Haushalt mit Polen und Ungarn bei. Auf der anderen Seite warten die Investoren immer noch auf einen Durchbruch bei den Brexit-Verhandlungen. Der britische Premier Boris Johnson dröhnte in dieser Woche, dass eine Einigung mit Brüssel unwahrscheinlich sei. Allerdings hält man die diplomatischen Kanäle offen und wird quasi bis zur letzten Minute weiter verhandeln. Hier ist also das letzte Wort noch nicht gesprochen.

Unterdessen entgleist das Corona-Infektionsgeschehen ausgerechnet in Deutschland, dem bisherigen europäischen Musterknaben der Pandemie-Bekämpfung. Ganz offensichtlich fruchtet der sog. Lockdown Light nicht. Zwar genießen die Lockdown-Maßnahmen von Bund und Ländern große Zustimmung in der Bevölkerung. Dabei verfahren viele Landsleute allerdings offenbar nach dem Prinzip: Hannemann, gehe Du voran! Anders formuliert: Die Lockdown-Bestimmungen sind eher für  den Nachbarn und andere Zeitgenossen als für uns selbst gedacht.

Anders sind die neuen Rekorde bei den Neuansteckungen sowie bei den Todesfällen hierzulande nicht zu erklären. So werden wir also in den sauren Apfel beißen und möglicherweise noch vor Weihnachten in den harten Lockdown fahren.

Diese Perspektive ist naturgemäß kein Kurstreiber und so verlor der DAX auf Wochensicht bislang rund 1,4 %. In ähnlicher Größenordnung büßten die Aktien des S&P 500 an der Börse New York ein.

Dennoch feierten in dieser Woche zwei junge US-Unternehmen ein rauschendes Börsendebüt. So knallte die Aktie des Essen-Lieferdienstes Doordash gleich am ersten Handelstag mächtig durch die Decke (+75 %). Noch besser war die Aktie des Apartment-Vermittlers Airbnb, die sich gleich nach ihrem Börsengang binnen weniger Minuten mehr als verdoppelte.

Dieser mächtige Kursanstieg erstaunt. Schließlich ist das US-Unternehmen letztlich der Tourismus-Branche zuzurechnen. In Deutschland etwa unterliegen Airbnb-Vermieter dem Beherbergungsverbot und dürfen ihre Zimmer und Ferienwohnungen fürs Erste nicht an Touristen vermieten. Das wird seine Spuren nicht nur auf den Konten der Vermieter hinterlassen.

Ich sehe im Marktsegment der jungen und digitalen Geschäftsmodelle derzeit viel Übertreibung und Schaum. Da fahren Sie mit den etablierten Playern des digitalen Segments – wie etwa Walt Disney oder Akamai Technologies – ohne Frage besser. Kurzum: Die Börsengänge wie Doordash oder Airbnb lassen Sie zunächst lieber den Spekulanten. Die jüngste Kursrally der beiden Neuaktien ist nicht nachhaltig.

Abschließend mache ich Sie noch darauf aufmerksam, dass ich zwischenzeitlich die Neuempfehlung Norma SE in das Trenddepot aufnehmen konnte. Die Aktie hatte zuletzt das von mir erhöhte Kauflimit von 36,50 Euro berührt bzw. unterstritten. Die Norma-Aktie startet zunächst stark und legt auf Wochensicht etwas über 6 % zu.

Das erwartet Sie in der anstehenden Hauptausgabe des RENDITE TELEGRAMM

Nun, liebe Mitbörsianer, da nehmen Sie mich hart ran. Im Rahmen der Aktion Wunschaktie haben Sie mir rund 70 Einzeltitel zur Analyse aufgegeben. Dabei interessieren Sie sich unter anderem für die Aktie der AstraZeneca. Die Briten haben gemeinsam mit der Universität Oxford einen Impfstoff entwickelt, der nicht nur durch niedrige Produktionskosten, sondern auch durch eine einfache Handhabung besticht. Diese Impfstoff-Aktie muss ich mir unbedingt anschauen.

Ebenfalls spannend finden Sie das deutsche Weltraum-Unternehmen Mynaric, das jüngst einen bedeutenden Auftrag der US-Regierung verbuchen konnte. Ich erkläre Ihnen, was Sie von dem jungen Tech-Unternehmen erwarten dürfen.

Ich kann Ihnen jetzt schon versichern, diese Hauptausgabe (15. Dezember per Mail) packe ich für Sie voll mit harten Informationen und Handlungsempfehlungen, wie Sie es sich gewünscht haben.  

Mit freundlichen Grüßen und besten Wünschen für Ihr Wochenende

Ihr

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Alexander von Parseval