Liebe Börsianerinnen und Börsianer,  

in Ermangelung belastbarer Unternehmensnachrichten schlagen wir uns in dieser Woche mit mehr oder weniger schwachen Makro-Daten herum. Die Inflation greift nun auch auf Europa über. So stiegen in der Euro-Zone die Preise im August um 3 %, in der EU sogar um 3,2 %. In den USA nimmt die Inflationsdynamik zwar leicht ab, gleichwohl verharrt dort die Teuerung hartnäckig über der Marke von 5 % . Eigentlich haben wir ja das Versprechen der Notenbanker, dass die auftreibende Teuerung nur ein vorübergehendes Phänomen sei. Sicherlich ist in dieser Frage das letzte Wort noch nicht gesprochen, zumal das Wachstum der Weltkonjunktur im kommenden Jahr nachlassen soll. Das würde dann wiederum dämpfend auf die Preisentwicklung wirken.   Trotzdem gilt für den Moment: Der Markt weiß, dass die Währungshüter in Washington, London oder Frankfurt durchaus einen Plan B in der Schublade haben. Dabei sieht dieser Plan bestimmt keinen Zinsschock vor, aber schon eine Verabschiedung der ultralockeren Geldpolitik der letzten Jahre. Diese Perspektive mögen Börsianer nicht so richtig.   So überrascht es nicht, dass europäische Aktien gemessen an den großen Indizes bereits seit 3 Monaten per saldo keinen Meter mehr machen. Die US-Indizes waren schon stärker in diesem Zeitraum. Seit rund 4 Wochen tendieren allerdings auch NASDAQ und Co. ziemlich müde.   Wie haben dieser mittelmäßigen Tendenz auch schon Rechnung getragen und das Vontobel-Zertifikat auf Künstliche Intelligenz veräußert. Hier haben Sie nun reichlich Buchgewinne mitgenommen. Insgesamt schaffte das Zertifikat für die Leser der ersten Stunde rund 95 %.      

Umicore-Aktie ohne echte Nachrichten weich   

Die Aktie des belgischen Metall-Recyclers Umicore korrigierte auf Wochensicht spürbar, ohne dass bislang echte Nachrichten aus dem Unternehmen bekannt geworden sind. Das Unternehmen beruft mit Wirkung zum vierten Quartal einen neuen Vorstandsvorsitzenden namens Mathias Miedreich. Der Deutsche arbeitet als Manager seit rund 20 Jahren in der Autobranche und war zuletzt im Vorstand des französischen Autozulieferers Faurecia angestellt. Dort verantwortete er die Sparte saubere Mobilität. Seine Erfahrungen und Kompetenzen passen also gut zu den Umicore-Aktivitäten Batterie-Metalle und Katalysatoren.   Ich halte an der Aktie der Umicore fest. Ich warte nun noch einige Tage. Möglicherweise wird noch eine Nachricht nachgeschoben, die den Kursrückgang erklären kann.Ansonsten werde ich den Titel nächstens wieder auf Kaufen setzen, damit die Neuleser unter Ihnen von der Kursdelle profitieren.    

Von mir lesen Sie gleich wieder am kommenden Dienstag (21. September). Dann habe ich weitere Nachrichten aus dem Trenddepot für Sie und eine ganz neue Kaufempfehlung. So viel kann ich verraten: Ich vertraue unser Geld dem Guru für Startup-Unternehmen und digitale Geschäftsmodelle an. Der Guru hatte sich jüngst leicht in China verhoben, sodass seine Aktie mittlerweile wieder recht günstig ist. Da möchte ich dabei sein.
    Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Alternate text
Alexander von Parseval