Liebe Börsianerinnen und Börsianer,

in dieser Woche hat sich Bundeskanzler Olaf Scholz im Kreml vorgestellt und dabei lange mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin konferiert. Hernach hat man sogar eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben. Die Atmosphäre war sachlich. Man war sichtlich bemüht staatsmännisch zu sprechen und die Gegenseite nicht unnötig zu provozieren. Das ist allerdings das Einzige, was sich positiv zum Sachverhalt berichten lässt.

Ansonsten soll der Aufmarsch russischer Truppen nahe der ukrainischen Grenzen fortgesetzt worden sein. Außerdem hat der Kreml erneut umfassende Militärmanöver unter Beteiligung strategischer Streitkräfte für morgen angekündigt. Man wird also einige Raketen und Marschflugkörper verschießen. Entspannung oder Deeskalation sieht anders aus.

Auch an der Börse schnallt man im übertragenen Sinne den Stahlhelm enger. So haben die Investoren Aktien eher gemieden und stattdessen die Krisenwährung Gold gekauft, die mittlerweile knapp 1.900 USD pro Unze kostet. Der Ölpreis pausierte zwar, wird aber sicherlich in den kommenden Wochen die Marke von 100 USD angreifen, sofern wir keine Entspannung in Osteuropa sehen.

Sicherlich, das ist zynisch, aber in diesem Kontext hat sich das Trenddepot sehr wacker geschlagen. Wir haben da einige „Kriegsgewinnler“ im Depot. So verteuerte sich die Aktie der Franco Nevada zur Vorwoche um rund 10 %. Das Unternehmen ist bekanntlich an der Förderung von Gold und Öl beteiligt. Das ist aktuell ein gutes Geschäftsmodell.

Ferner legte die Aktie der Schlumberger nochmals 5 % zu. Ich unterstelle unseren Freunden in den USA nichts. Aber offensichtlich ist, dass die dortige Energiebranche von einem Krieg in Osteuropa profitieren wird. Deshalb holten sich die Investoren in dieser Woche die Aktie des US-Ölfelddienstleisters.

In der bevorstehenden Hauptausgabe des RENDITE TELEGRAMM (22. Februar) werde ich untersuchen, welche unserer Aktien sind „kriegsfest“ und können uns helfen, wenn in Osteuropa die Kanonen donnern.

Das Metaversum: Gehen wir doch einfach in eine andere Welt

Wenn unsere reale Welt so hässlich ist, dann flüchten wir uns doch in eine virtuelle Welt. So arbeitet das Silicon Valley fleißig am Internet 3.0 oder am sog. Metaversum. Hier soll für uns eine völlig neue Welt mit eigener Währung, eigener Verwaltung und neuen Formen der Kommunikation entstehen. Es wird Zeit, dass wir Formate wie die Textnachricht, das Bild oder Video im Internet hinter uns lassen, so Mark Zuckerberg zuletzt. Einige Beobachter sehen sogar eine neue Evolutionsstufe für die Menschheit voraus. Das klingt abstrakt für Sie?

Deshalb habe ich vor einigen Tagen einen Selbstversuch gestartet und habe für Sie das geheimnisvolle Metaversum besucht. In der Hauptausgabe werde ich von meinen Erfahrungen in dieser neuen Welt berichten. Und natürlich werden Sie auch die Macher bzw. Unternehmen des Metaversums kennenlernen. Noch habe ich den Text nicht im Kasten. So viel kann ich aber jetzt schon versprechen: Es wird spannend, unterhaltsam und möglicherweise auch lukrativ für Sie.   Zum Abschluss: Natürlich drücken wir alle die Daumen, dass der Kelch an den Menschen in Osteuropa vorübergehen wird. Bis nächsten Dienstag!  

Mit freundlichen Grüßen

Ihr

Alexander von Parseval

P.S.: Umstufungen im Trenddepot habe ich heute zunächst noch nicht vorgenommen.